Geschäftsführung und Geschäftsleitung: Ein umfassender Leitfaden für moderne Unternehmensführung

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In der heutigen Wirtschaftsszene sind die Begriffe Geschäftsführung und Geschäftsleitung eng mit der strategischen Ausrichtung, der Kultur und der operativen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens verbunden. Dieser Leitfaden erklärt, was diese Begriffe bedeuten, wie sie sich unterscheiden und wo ihre Schnittstellen liegen. Er bietet praxisnahe Orientierung für Gründer, Geschäftsführer, Deligierte, Aufsichtsräte und Fachkräfte, die Verantwortung für eine zukunftsfähige Unternehmensführung übernehmen möchten. Im Fokus stehen die Rollen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen der Geschäftsführung und der Geschäftsleitung sowie zentrale Governance- und Compliance-Aspekte, die in jeder Rechtsform relevant sind.

Was bedeuten Geschäftsführung und Geschäftsleitung?

Die Begriffe Geschäftsführung und Geschäftsleitung werden im deutschen Sprachraum je nach Rechtsform und Branchenkontext unterschiedlich verwendet. In vielen Unternehmen bezeichnet die Geschäftsführung das ausführende Organ, das unmittelbar die operative Steuerung übernimmt und strategische Entscheidungen in der täglichen Praxis umsetzt. Die Geschäftsleitung dagegen wird häufig als Organ verstanden, das auf höherer Entscheidungsebene fungiert, strategische Richtungen bestimmt und die Führungskräfteebene koordiniert. In manchen Organisationen greifen beide Begriffe auch als Synonyme – insbesondere in kleineren Unternehmen oder Nicht-GmbH-/AG-Strukturen.

Für eine klare Kommunikation ist es sinnvoll, die Begriffe in der jeweiligen Organisation konsistent zu verwenden. Unabhängig von der Bezeichnung bleibt die zentrale Funktion bestehen: Planung, Steuerung, Kontrolle der Geschäftstätigkeit sowie Repräsentation nach innen und außen. Die Unterschiede ergeben sich oft aus formalen Pflichten, Haftungsfragen und internen Entscheidungsprozessen. In der Praxis arbeiten Geschäftsführung und Geschäftsleitung eng zusammen, um Ziele zu formulieren, Risiken zu managen und Ressourcen effizient einzusetzen.

Begriffsabgrenzung

  • Geschäftsführung – meist das operativ aktive Organ, verantwortlich für die Umsetzung der Strategie, das Management der täglichen Geschäftstätigkeit und die unmittelbare Führung von Abteilungen.
  • Geschäftsleitung – oft die strategischere und leitende Ebene, die Ziele setzt, die Organisation formt und die Richtung vorgibt; kann auch als Sammelbegriff für die oberste Managementebene dienen.
  • Je nach Rechtsform können andere Begriffe wie Vorstand, Geschäftsführung, Management Board oder Geschäftsbereichsleitung verwendet werden. Wichtig ist die klare Zuordnung von Verantwortung und Entscheidungsrechten.

Aufgabenbereiche der Geschäftsführung und der Geschäftsleitung

Die Aufgabenbereiche lassen sich in zentrale Felder zusammenfassen: strategische Ausrichtung, operative Steuerung, Personalführung, Finanzmanagement, Risikohandhabung sowie Compliance und Ethik. In dieser Übersicht werden sowohl die klassischen Aufgaben als auch aktuelle Entwicklungen in der Praxis beleuchtet.

Strategische Planung und Vision

Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung arbeiten gemeinsam an der Formulierung einer langfristigen Vision und einer passenden Unternehmensstrategie. Dazu gehören Marktanalysen, Wettbewerbsbeobachtung, Innovationsmanagement und die Festlegung von Zielgrößen wie Umsatz, Marktanteil, Profitabilität und nachhaltiges Wachstum. Eine klare Strategie bildet die Orientierung für alle Ebenen des Unternehmens und dient als Rahmen für Investitionsentscheidungen, Produktentwicklungen und Partnerschaften.

Wichtige Schritte sind:

  • Situationsanalyse: Stärken-Schwächen-Analyse, Portfoliobewertung, Szenarioplanung.
  • Festlegung strategischer Prioritäten mit messbaren KPI’s.
  • Ressourcenzuordnung: Finanzen, Personal, Technologie.
  • Rahmenbedingungen schaffen, die Flexibilität ermöglichen, z. B. modulares Produktportfolio, adaptable Organisation.

Operative Steuerung und Prozessmanagement

Während die strategische Planung die Richtung vorgibt, sorgt die operative Steuerung dafür, dass Pläne in die Praxis umgesetzt werden. Das umfasst Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Lieferkettensteuerung, Produktentwicklung sowie Vertrieb und Marketing. Die Geschäftsführung setzt Rahmenbedingungen, die Geschäftsleitung sorgt für effiziente Abläufe, klare Verantwortlichkeiten und kontinuierliche Leistungsverbesserung.

Wesentliche Aspekte sind:

  • Operative Zielvereinbarungen auf Abteilungs- und Teamebene.
  • Koordination von Funktionsbereichen, um Silodenken zu vermeiden.
  • Standardisierung von Prozessen, Einführung von Methoden wie Lean, Six Sigma oder agilen Ansätzen, je nach Branche.
  • Qualitäts- und Performance-Reviews in regelmäßigen Intervallen.

Risikomanagement und Compliance

Risikomanagement ist integraler Bestandteil einer verantwortungsvollen Geschäftsführung und Geschäftsleitung. Dazu gehören die Identifikation, Bewertung und Steuerung von operativen, finanziellen, regulatorischen und strategischen Risiken. Compliance sorgt dafür, dass das Unternehmen geltende Gesetze, Richtlinien und interne Ethikstandards einhält. Ein proaktives Risikomanagement schützt vor Reputationsschäden, rechtlichen Konsequenzen und finanziellen Verlusten.

Typische Maßnahmen:

  • Kräftige Compliance-Programme, regelmäßige Schulungen und klare Meldewege.
  • Risikoinventare, Risikodossiers und regelmäßige Berichte an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat.
  • Notfall- und Krisenmanagementpläne, Business Continuity Planning (BCP) und Disaster-Recovery-Strategien.

Finanzführung und Kapitalallokation

Die Finanzführung umfasst Budgetierung, Forecasting, Kapitalstruktur, Investitionsentscheidungen und Liquiditätsmanagement. Eine stabile Finanzbasis ist Voraussetzung für nachhaltige Geschäftsführung und effektive Geschäftsleitung. Beide Ebenen arbeiten eng mit dem Finanzbereich zusammen, um Kosten zu optimieren, Kapital effizient einzusetzen und Renditen für Investoren oder Stakeholder zu sichern.

Kernaussagen:

  • Transparente Finanzplanung mit realistischen Annahmen.
  • Kontinuierliches Controlling und Abweichungsanalyse.
  • Frühzeitige Kennzeichnung von Financial Risks und entsprechende Gegenmaßnahmen.

Personalführung und Unternehmenskultur

Eine starke Kultur, klare Werte und eine effektive Personalführung sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung gestalten Arbeitsumfelder, die Leistungsbereitschaft, Innovationskraft und Mitarbeiterbindung fördern. Leadership-Modelle, Feedback-Systeme, Talentmanagement und Nachfolgeplanung spielen hierbei eine zentrale Rolle.

Beispiele erfolgreicher Praxis:

  • Klare Governance-Strukturen, die Entscheidungen beschleunigen und Verantwortlichkeiten beschreiben.
  • Strategische Personalentwicklung, die den kommenden Bedarf an Fachwissen deckt.
  • Eine Kultur der Offenheit, in der Mitarbeiter Ideen einbringen und Veränderungen mitgestalten können.

Unterschiede und Schnittstellen zwischen Geschäftsführung und Geschäftsleitung

Die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Geschäftsleitung ist wesentlich für die Stabilität eines Unternehmens. Dennoch unterscheiden sich ihre Rollen in vielen Organisationen in Bezug auf Verantwortung, Zeithorizont und Entscheidungskompetenz.

Rollenverteilung in unterschiedlichen Rechtsformen

In einer GmbH liegt die gesetzliche Verantwortung vorrangig bei den Geschäftsführern, die oft als Organ der Gesellschaft fungieren. In einer AG übernimmt der Vorstand die führende Rolle, während der Aufsichtsrat die Kontrolle ausübt. Die Geschäftsleitung kann je nach Struktur die Ebene zwischen Geschäftsführung und operativen Bereichen bilden, während der Vorstand oder das Führungsgremium die Gesamtstrategie formuliert. In Non-Profit-Organisationen oder Start-ups können die Begriffe flexibler verwendet werden, doch die Grundprinzipien von Verantwortung, Rechenschaft und Transparenz bleiben unverändert.

Kommunikation, Entscheidungswege, Transparenz

Effektive Kommunikation ist das Rückgrat jeder guten Governance. Die Geschäftsführung sorgt für klare Entscheidungen, während die Geschäftsleitung als Multiplikator und Koordinator fungiert. Transparente Informationsflüsse reduzieren Unsicherheiten, verbessern das Timing von Entscheidungen und stärken Vertrauen innerhalb des Teams sowie gegenüber Investoren, Kunden und Behörden. Digitale Tools, regelmäßige Meetings, Reports und Dashboards unterstützen diese Prozesse und erhöhen die Entscheidungsqualität.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Rechtsformen, Pflichten der Geschäftsführer und Haftung sind zentrale Aspekte, die Geschäftsführung und Geschäftsleitung betreffen. Ein solides Verständnis dieser Rahmenbedingungen ist entscheidend, um Rechtsrisiken zu minimieren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu sichern.

Pflichten der Geschäftsführer

Geschäftsführer tragen gesetzliche und vertragliche Pflichten, die das ordnungsgemäße Management, die Sorgfaltspflicht und die Treue gegenüber dem Unternehmen umfassen. Dazu gehören insbesondere die sorgfältige Buchführung, die ordnungsgemäße Berichterstattung, die Sicherstellung der Compliance sowie die Wahrung der Vermögenswerte des Unternehmens. Verstöße können zu Haftung, Schadensersatzforderungen oder strafrechtlichen Konsequenzen führen.

Haftung und Versicherung

Die Haftung kann persönlich auftreten, wenn Sorgfaltspflichten verletzt werden oder unverhältnismäßige Risiken eingegangen werden. Viele Unternehmen nutzen D&O-Versicherungen (Directors and Officers) oder ähnliche Instrumente, um Führungskräfte gegen bestimmte Haftungsrisiken zu schützen. Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung sollten regelmäßig Haftungsfragen prüfen, um sicherzustellen, dass Verantwortlichkeiten eindeutig verteilt sind und entsprechende Versicherungen vorhanden sind.

Unternehmensformen und deren Auswirkungen

Die Rechtsform beeinflusst wesentliche Aspekte der Geschäftsführung. GmbH, Aktiengesellschaft, KGaA oder Genossenschaft unterscheiden sich in Haftungsregeln, Mitbestimmung, Organkonstrukten und Berichtsverpflichtungen. Unabhängig von der Rechtsform gilt: klare Zuständigkeiten, dokumentierte Entscheidungsprozesse und eine robuste Governance-Struktur sind Schlüssel für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Führungsstile, Organisationsformen und Governance-Strukturen

Moderne Geschäftsführungen und Geschäftsleitungen kombinieren unterschiedliche Führungsstile und Organisationsformen, um Flexibilität, Innovation und Stabilität zu verbinden. Die richtige Balance hängt von Branche, Größe, Stage des Unternehmens und Kultur ab.

Top-Down, Servant Leadership und agile Ansätze

Viele Unternehmen nutzen eine Mischung aus Top-Down-Strategie und servant leadership-Ansätzen, bei denen Führungskräfte als Unterstützer der Mitarbeitenden fungieren. Insbesondere in rasch wachsenden oder digitalen Umgebungen kann ein agiler Führungsstil dazu beitragen, Entscheidungen schneller zu treffen, Teams eigenverantwortlich arbeiten zu lassen und Innovation zu fördern. Die Geschäftsführung setzt die Rahmenbedingungen, während die Geschäftsleitung die Umsetzung vorantreibt und Teams befähigt.

Board-Modelle, Aufsichtsräte und Beiräte

In größeren Unternehmen kommen Aufsichtsgremien wie Aufsichtsräte oder Beiräte hinzu, die die Geschäftsführung überwachen, strategische Impulse geben und Risikomanagement unterstützen. Die Rollen müssen klar definiert sein, um Konflikte zu vermeiden und eine effektive Zusammenarbeit sicherzustellen. Diese Strukturen beeinflussen die Entscheidungsprozesse und die Rechenschaftspflicht der Geschäftsführung und der Geschäftsleitung.

Delegation, Empowerment und Nachfolgeplanung

Effektive Delegation erhöht die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung und stärkt die Motivation der Mitarbeitenden. Gleichzeitig muss die Geschäftsführung eine klare Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen sicherstellen, um Wissensverlust zu vermeiden und Kontinuität zu garantieren. Die Geschäftsleitung spielt eine zentrale Rolle bei der Identifizierung von Talenten, der Entwicklung von Führungsfähigkeiten und der Gestaltung von Laufbahnpfaden.

Governance, Compliance und Ethik

Governance, Compliance und Ethik bilden das Fundament verantwortungsvoller Unternehmensführung. Eine starke Governance sorgt für Transparenz, Fairness und Verantwortung, während Compliance sicherstellt, dass Gesetze und interne Richtlinien eingehalten werden. Ethik schafft Vertrauen bei Stakeholdern und stärkt die Reputation des Unternehmens.

Code of Conduct und Ethik-Richtlinien

Ein gut formulierter Verhaltenskodex dient als orientierendes Regelwerk für alle Mitarbeitenden und Führungskräfte. Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung sollten ihn aktiv leben, kommunizieren und regelmäßig aktualisieren. Schulungen, Beispiele aus der Praxis und klare Meldewege stärken die Umsetzung und wirken präventiv gegen Missstände.

Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance-Management

Insbesondere in digitalen Ökosystemen ist der Schutz personenbezogener Daten sowie die Sicherheit von IT-Infrastruktur entscheidend. Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung müssen sicherstellen, dass Datenschutzbestimmungen eingehalten werden, Daten verantwortungsvoll genutzt werden und Sicherheitskontrollen regelmäßig geprüft werden. Ein wirksames Compliance-Management-System hilft, Verstöße zu verhindern und frühzeitig zu erkennen.

Whistleblowing und interne Meldesysteme

Whistleblowing-Mechanismen ermöglichen es Mitarbeitenden, Missstände sicher zu melden. Die Geschäftsführung sollte solche Systeme unterstützen, den Meldungen transparent nachgehen und Maßnahmen ergreifen, um Wiederholungen zu verhindern. Eine Kultur der Offenheit stärkt das Vertrauen und schützt das Unternehmen langfristig.

Praxisbeispiele aus der Unternehmensrealität

Praktische Erfahrungen zeigen, wie Geschäftsführung und Geschäftsleitung in unterschiedlichen Kontexten agieren und welche Lernfelder sich ergeben. Beispiele helfen, Muster zu erkennen und konkrete Schritte abzuleiten.

Familienunternehmen: Kontinuität durch klare Nachfolgeregelungen

In Familienbetrieben liegt der Fokus oft auf der harmonischen Verbindung von Tradition und Innovation. Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung arbeiten daran, Nachfolgepläne frühzeitig zu definieren, Rollen klar zu verteilen und das Vermächtnis des Unternehmens zu wahren, während neue Impulse aufgenommen werden. Transparente Kommunikation innerhalb der Familie und mit externen Beratern minimiert Konflikte und sichert langfristige Stabilität.

KMU und mittelständische Unternehmen

Für den Mittelstand gelten oft knappe Ressourcen und hohe operative Anforderungen. Hier sind pragmatische Governance-Strukturen, klare Delegation und regelmäßiges Controlling besonders wichtig. Die Geschäftsführung setzt strategische Prioritäten, die Geschäftsleitung übersetzt diese in konkrete Projekte und sorgt für eine effiziente Umsetzung in allen Funktionsbereichen.

Großkonzerne: Komplexität, Governance und Transparenz

In Konzernstrukturen gewinnen Hohe Transparenz, konsistente Berichterstattung und strengere Kontrollen an Bedeutung. Die Geschäftsführung arbeitet mit mehreren Ebenen von Management und Supervisory Bodies zusammen, um wirtschaftliche Ziele zu erreichen, Risiken zu managen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Eine starke Kultur der Compliance ist hier oft der entscheidende Differenzierungsfaktor.

Startups: Schnelle Entscheidungen und skalierbare Strukturen

Bei Startups steht die Geschwindigkeit der Entscheidungsprozesse im Vordergrund. Die Geschäftsführung muss flexible Strukturen schaffen, die schnelles Experimentieren ermöglichen, ohne Wachstum zu gefährden. Die Geschäftsleitung sorgt für fokussierte Execution, klare Verantwortlichkeiten und eine Lernkultur, die Skalierung unterstützt. Digitale Tools und Lean-Ansätze ermöglichen es, Hypothesen schnell zu testen und aus Feedback zu lernen.

Kriterien für eine effektive Geschäftsführung und Geschäftsleitung

Erfolg hängt von mehreren Kernkompetenzen und strukturellen Faktoren ab. Die folgenden Kriterien helfen Unternehmen, die Leistung von Geschäftsführung und Geschäftsleitung zu bewerten und zu verbessern.

Fachliche Exzellenz, Führungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit

Geeignete Führungskräfte kombinieren fachliches Know-how mit ausgeprägten Führungskompetenzen und klarer Kommunikation. Sie können komplexe Zusammenhänge verständlich erklären, Mitarbeitende motivieren und zielgerichtete Entscheidungen treffen. Eine klare Vision, integrierte Risikobewertung und die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen, sind essenziell.

Strategische Vision und operative Umsetzung

Eine starke Geschäftsführung und eine zuverlässige Geschäftsleitung arbeiten an einer konsistenten Brücke zwischen Langfriststrategie und täglicher Umsetzung. Sie definieren Ziele, stellen Ressourcen bereit und überwachen den Fortschritt gegen definierte KPIs. Die Fähigkeit, Kurskorrekturen zeitnah vorzunehmen, ist dabei entscheidend.

Ethik, Transparenz und Rechenschaftspflicht

Ethik und Transparenz stärken das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden. Rechenschaftspflicht bedeutet, Entscheidungen nachvollziehbar zu machen, Ergebnisse offen zu kommunizieren und bei Fehlern konsequent zu handeln. Integrierte Governance hilft, Missstände frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Nachfolgeplanung und Talententwicklung

Nachfolge ist ein fortlaufender Prozess. Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung sollten Talente identifizieren, fördern und Pfade schaffen, die eine kompetente Weitergabe von Verantwortung ermöglichen. Eine klare Talentpipeline reduziert Risiken und sichert Kontinuität.

Entwicklung der Kompetenzen der Geschäftsführung und Geschäftsleitung

Kompetenzentwicklung ist ein fortlaufender Prozess, der formale Weiterbildung, mentales Training, Coaching und praktische Erfahrungen umfasst. Investitionen in Lern- und Entwicklungskonzepte zahlen sich langfristig in höherer Leistungsfähigkeit, besserer Risikobewertung und stärkerer Mitarbeiterbindung aus.

Aus- und Weiterbildung

Fortlaufende Weiterbildung umfasst Themen wie strategisches Management, Finanzkompetenz, Rechtsgrundlagen, Compliance, Digitalisierung, Data Analytics, agiles Arbeiten und Change Management. Maßnahmen können Seminare, Zertifikatskurse, Führungsprogramme oder Coaching umfassen. Die Geschäftsführung sollte eine Lernkultur vorleben und Ressourcen für Fortbildungen bereitstellen.

Nachfolgeplanung und Talent-Pipeline

Eine strukturierte Nachfolgeplanung beginnt früh und wird regelmäßig aktualisiert. Potenzielle Führungskräfte sollten Rotationen durchlaufen, Mentoring erhalten und reale Verantwortlichkeiten übernehmen. Die Geschäftsleitung spielt hierbei eine Schlüsselrolle in der Identifikation von Talenten und in der Gestaltung von Entwicklungswegen.

Mentoring, Coaching und Lernorganisation

Mentoring-Programme, Coaching-Sitzungen und eine Lernorganisation, die kontinuierliches Lernen fördert, stärken die Resilienz der Führungskräfte. Lernkultur bedeutet auch, aus Fehlern zu lernen, Feedback zu integrieren und Best Practices zu verbreiten.

Digitalisierung, Datenkompetenz und Governance

Digitalisierung verändert die Art, wie Geschäftsführung und Geschäftsleitung arbeiten. Data-Driven-Decision-Making, Automatisierung und fortschrittliche Analytik ermöglichen schnellere, fundiertere Entscheidungen und erhöhen die Agilität des Unternehmens.

Digitale Tools für Entscheidungsfindung

Dashboard-Lösungen, ERP- und CRM-Systeme, BI-Plattformen sowie Szenario- und Forecast-Tools unterstützen die Führungsebene bei Planung, Kontrolle und Kommunikation. Die Auswahl der richtigen Tools richtet sich nach Branche, Unternehmensgröße und Reifegrad der Data-Governance.

Analytics, KPI-Systeme, Real-time Reporting

Wichtige KPI-Kategorien umfassen Finanzen (Rentabilität, Cashflow), Kunden (Retention, Lifetime Value), Prozesse (Durchlaufzeiten, Qualitätskennzahlen), sowie Personal (Fluktuation, Mitarbeiterzufriedenheit). Real-time Reporting ermöglicht zeitnahe Reaktionen und verbessert die Steuerung.

Cybersicherheit, Datenschutz, Risikoüberwachung

Die Absicherung sensibler Daten ist eine Grundvoraussetzung der modernen Geschäftsführung. Sicherheitsrichtlinien, regelmäßige Audits, Schulungen und Incident-Response-Pläne schützen das Unternehmen vor Bedrohungen. Risikomanagement sollte vorsehen, wie neue Technologien, Lieferantenrisiken und Marktveränderungen bewertet werden.

Fazit und Ausblick

Die Begriffe Geschäftsführung und Geschäftsleitung beschreiben Kernelemente erfolgreicher Unternehmensführung: Vision, Steuerung, Kultur, Compliance und Verantwortung. Eine klare Rollenverteilung, robuste Governance-Strukturen, kontinuierliche Kompetenzentwicklung und der wohldosierte Einsatz von Digitalisierung ermöglichen eine nachhaltige Wertschöpfung. Unternehmen, die sowohl die operative Exzellenz als auch die strategische Weitsicht stärken, schaffen stabile Grundlagen für Wachstum, Resilienz und Vertrauen in einer sich wandelnden Wirtschaft.

Hinweis für die Praxis: Achten Sie darauf, dass die Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Geschäftsleitung konsistent bleibt, dass Entscheidungswege dokumentiert sind und dass Compliance als laufende Aufgabe verstanden wird – nicht als einmaliges Projekt. Die Kombination aus klarer Verantwortung,وافق Transparenz und orchestrierter Zusammenarbeit bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftsführung sowie eine effektive Geschäftsleitung in jeder Organisation.

Beachten Sie zudem die Kernbotschaften dieses Leitfadens: Die Geschäftsführung und die Geschäftsleitung arbeiten Hand in Hand, um Strategie in konkrete Ergebnisse zu verwandeln. Eine starke Governance, ethische Grundsätze und eine ausgeprägte Lernkultur sind dabei die wichtigsten Treiber für langfristigen Unternehmenserfolg. Geschäftsführer und Leitungsfunktionen sollten stets danach streben, die Balance zwischen Mut zu Innovation und Sorgfalt im Risiko zu finden – für nachhaltige Wertschöpfung und positive Orientierung in der gesamten Organisation.

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